Käthchen von Heilbronn
Mit seinem 1807/08 entstandenen und erstmals 1810 in Wien aufgeführten Drama in fünf Akten „Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe“ machte der Dichter Heinrich von Kleist (1777 – 1811) die Stadt Heilbronn weltweit bekannt.
Das große historische Ritterschauspiel vereinigt eine Fülle von märchenhaften und romantischen Elementen in einer recht bunten und affekt-betonten Handlung. Mit der Hauptfigur des 15jährigen Käthchens hat Heinrich von Kleist eine seiner liebenswertesten Bühnengestalten geschaffen, die seit langem sowohl als sinnbildliche wie reale Verkörperung weiblicher Schönheit, Tugend und unbedingter Liebeshingabe gilt.
Warum Heinrich von Kleist Heilbronn
zu einem Schauplatz seines Stückes
gemacht hat, ist bis heute ungeklärt.
Ein Bekannter Kleists, Karl August
Böttiger, schreibt 1819, Kleist habe
"die ganze Legende vom Käthchen
als einer Volkssage" gefunden und
"das gedruckte Flugblatt", "das er auf
einem Jahrmarkte gekauft hatte",
aufbewahrt. Bis heute wurde dieses
Flugblatt jedoch nicht gefunden.
Stattdessen hat die Forschung eine
Unzahl von angeblichen Quellen
zusammengetragen.
Die in Heilbronn immer wieder
vertretene Ansicht, dass Kleist durch
eine Heilbronner Krankengeschichte
auf seinen Stoff gestoßen sei, gehört
also zu den vielen unbewiesenen
Behauptungen.
Ein historisches Vorbild für die Titelfigur des Stückes gibt es nicht, wenn auch bereits 1848 die Dresdenerin Julie Kunze und später die Heilbronnerinnen Lisette Kornacher und Charlotte Elisabethe Zobel genannt worden sind.
In der Tourist-Information Heilbronn ist ein Flyer zum "Käthchen von Heilbronn" auf Deutsch, Englisch und Französisch kostenlos erhältlich.
Den Flyer können Sie auch online über unser Prospekt-Bestellformular anfordern.